Wie alles geschah

Interview mit Juan, Sensual Lounge-Women, Bubikon

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Story Sensuallounge Bubikon

Die Geschichte, wie es zum neuen Zweit-Standort der Sensual Lounge gekommen ist und warum nur Frauen und Paare willkommen sind in Bubikon. Was ist anders, was ist besser, und was für Pläne stecken dahinter?

Monika: Juan, wieso ein weiteres Massagestudio nebst der Sensual Lounge in Zürich?

Juan: Bubikon ist mein neuer Wohnsitz, und ich wohne in derselben Wohnung, in welcher ich nun auch neu die Massagen anbiete. Es ist somit nicht ein herkömmliches Massagestudio, und es gibt mehrere Gründe für diese Entscheidung.

Monika: Welche Gründe?

Juan: Bevor ich das Studio in Zürich eröffnet habe, hatte ich nebst dem Massagestudio auch eine schöne, grosse Wohnung, in welcher ich auch Kundinnen empfangen habe. Die private Atmosphäre, die spezielle Intimität einer privaten Wohnung und die Diskretion wurden sehr geschätzt. Ich habe dort nur Frauen und Paare empfangen, was ich jetzt in Bubikon auch so handhabe. Ich bin dort auch alleine, es arbeiten somit keine Frauen bei mir, ein wesentlicher Unterschied also zu Zürich Oerlikon.

Monika: Wieso in Bubikon und nicht in Zürich?

Juan: Zürich sagt mir in verschiedener Hinsicht nicht mehr zu. Politik, Verkehr, Preisniveau; ich wollte einfach in Stadtnähe bleiben, jedoch nicht mehr auf Stadtgebiet. Bubikon befand sich nicht auf meinem Radar, das war ein Zufall, dass meine Suchmaske im Wohnungsmarkt mir diese Wohnung dort vorgeschlagen hat.

Monika: Zufall, wie das?

Juan: Bubikon war nicht in meiner Suchmaske enthalten, und meine Suchkriterien beinhalteten einerseits den Grundriss der Wohnung sowie die Möglichkeit einer klaren Abtrennbarkeit von Wohn- und Arbeitsbereich. Da ich die Anbieter der verschiedensten Wohnungen im Raum Zürich offen und direkt darüber informiert habe hinsichtlich dessen, was ich vorhabe, kamen prompt auch nur Absagen, und da musste ich mich gar nicht erst mit Details wie Weg, Lage und so weiter herumschlagen.

Monika: Und in Bubikon war das anders?

Juan: Ja, ich realisierte erst, dass sich die Wohnung in Bubikon befindet, als ich eine positive Rückmeldung der Eigentümerschaft erhalten habe und wir eine Besichtigung vereinbarten. Erst nach der Besichtigung habe ich mich dann mit Erreichbarkeit, ÖV-Anbindung, Lage und Situation auseinandergesetzt.

Nach dem Einreichen meiner Bewerbung inklusive Betriebskonzept und Plänen erhielt ich abermals ein positives Feedback, und innert kurzer Zeit wurde Mitte März 2025 der Vertrag unterzeichnet, Einzug per 1. April 2025. Den gewünschten Auflagen wie Mehrkosten für die Wohnung und einem zweiten Tiefgaragenplatz für Kundschaft habe ich zugestimmt. Es lief alles wie geschmiert, zu geschmiert, wie sich dann zeigte.

Monika: Was ist passiert?

Juan: Zwei Tage nach Vertragsunterzeichnung wollten die Eigentümer der Liegenschaft, der Inhaber höchstpersönlich, vom Vertrag zurücktreten!

Monika: Aber so ein Vertrag ist doch bindend für beide Parteien?

Juan: Für die Eigentümer JA, der Mieter kann innert zwei Wochen zurücktreten.

Monika: Wie ging es weiter?

Juan: Der Eigentümer, der gleichzeitig auch der Vermieter ist, hat mir die Schlüsselübergabe verweigert, und so musste diese dann durch ein Gerichtsurteil erzwungen werden, waren doch Umzug und alles schon geplant, und es ging ja auch um die Privatwohnung und nicht nur ums Massage-Business.

Monika: Das ist ja unglaublich! Was geschah dann?

Juan: Ja, das war wirklich ein Super-GAU! Ich möchte mich dazu nicht weiter äussern, was da alles abgelaufen ist.

Monika: Eröffnet hast du aber erst am 27.10.2025. Warum so viel später?

Juan: Weil sich die Eigentümer halt nicht an die vertraglichen Vereinbarungen gehalten und sich gegen mich gestellt haben. Nach langem Hin und Her mit hohen Anwaltskosten, viel Stress und Ärger konnten die Eigentümer dann schlussendlich nichts mehr gegen mich ausrichten, auch, weil die Gemeinde selbst hinter mir gestanden ist.

Monika: Und wie ging es weiter?

Juan: Bubikon befindet sich in einer Region, die ich bis anhin nicht kannte. Ich bin für viele, die das sehen und lesen, ein Fremder. Auch die Nachbarschaft war ja gegen mein Vorhaben und wollte es verhindern, obwohl sie gar nicht genau informiert war. Man hört und liest nur «Erotik», Sexgewerbe», «Tantra», und da sind viele Vorurteile, vor allem infolge Unwissenheit und mangels Informationen. Die Mitbewohner im Haus habe ich vorgängig genau informiert, und da offenbart es sich halt mal wieder, wenn man ein Gesicht zur Geschichte hat, jemand Reales vor einem steht und dann sogar noch ein nicht ganz so komischer Typ, wie man ihn sich vielleicht vorgestellt hat; da kommt dann mit einem Mal viel Verständnis, Sympathie und sogar Anteilnahme zum Vorschein. Vorurteile schafft man am einfachsten aus der Welt, indem man persönlich auf die Menschen zugeht und Initiative ergreift

Monika: Und wie ist dir der Start geglückt?

Juan: Das wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis ich das effektiv sagen kann. Für eine Frau ist es wichtig, Vertrauen aufzubauen und sich sicher zu fühlen, es wird Diskretion, Verständnis, Sauberkeit und Sicherheit verlangt. All dies muss erst einmal entstehen und wahrgenommen werden. Ich denke, es ist auch ein grosser Schritt für jemanden, der mich noch nicht kennt. Ich biete ja eine Vielzahl an konventionellen, nicht erotischen Massagen an. Hier ist vielleicht auch Zurückhaltung seitens der Kundinnen da, weil sie wissen, dass eben auch erotische Massagen angeboten werden. Die Frage taucht auf: «Kann der Juan denn auch «normal» massieren?»

Monika: Kannst du das denn auch?

Juan: Ja, ich habe etliche Diplome hinsichtlich verschiedenster Massage-Techniken. In Bubikon gibt es eine bequeme, beheizte Massageliege in einem schönen, warmen und liebevoll eingerichteten Raum. Dadurch, dass ich auch erotisch massiere, kann ich der Kundin, die eine konventionelle Massage möchte, noch rücksichtsvoller und distanzierter gegenübertreten, als Frau es sich von einem männlichen Masseur gewohnt ist.

Monika: Was steht als nächstes an?

Juan: Geduld haben, offen kommunizieren, Werbung machen, informieren. Ich biete in Bubikon stark reduzierte Preise an für ein Kennenlernen und Ausprobieren. Auch biete ich immer faire Preise an für Studentinnen und Frauen, welche sich in schwierigen finanziellen Situationen befinden.

Monika: Was hast du in Zürich für Pläne?

Juan: Ich weiss nicht, was die Zukunft bringen wird. Zurzeit kann ich Frauen und Paare in Bubikon und Zürich empfangen. Für diejenigen, die die Stadt vorziehen, bin ich da, andere mögen nicht mit dem Auto nach Zürich kommen, auch mit dem ÖV verhält es sich zurzeit sehr schwierig in der genannten Stadt. Von dem her bietet Bubikon eine Alternative. Gute Zugverbindungen, einen Kundenparkplatz in der Tiefgarage, die Zufahrt ist anonym mit einem Code, der dann an der entsprechenden Vorrichtung eingegeben werden kann – alles sehr einfach und unkompliziert.

Monika: Was bietet Bubikon sonst noch für Vorteile gegenüber der Sensual Lounge in Zürich?

Juan: Wie bereits erwähnt – günstige Preise, ein privates Ambiente, einen diskreten Zugang, keine anderen Gäste, keine männlichen Gäste, kein weiteres Personal, attraktive Öffnungszeiten sowie ein vielseitige Massage-Angebot.

Monika: Danke für deine Offenheit. Gibt es etwas, was du zum Abschluss noch sagen möchtest?

Juan: Ich hoffe auf viele neue Kundinnen aus der Region und freue mich auch über einen Besuch meiner Kundschaft aus Zürich, die mal etwas anderes sehen und kennenlernen möchte. Dir liebe Monika vielen Dank für das Gespräch.